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Die Schnelleinsatzgruppe Betreuung - SEG B

Ansprechpartner

Herr
Innocent Töpper

Leiter Rotkreuz-Dienste
Servicestelle Ehrenamt

Tel: 0351 43 90 83 2
toepper(at)drk-dresdenland.de

 

 

Ein Unglücksfall trifft Menschen auf unterschiedliche Weise. Wenn Autofahrer*innen in eisiger Kälte stundenlang im Stau stehen, ein Haus abbrennt, eine Flut ganze Lebensgrundlagen zerstört, sind die Betroffenen, auch wenn sie vielleicht nicht verletzt wurden, dennoch auf Hilfen wie Verpflegung, Unterkunft, Pflege oder Bekleidung angewiesen.
Der Betreuungsdienst des DRK Kreisverband Dresden-Land e. V. hilft Menschen in Not mit dem, was sie am dringendsten benötigen.

Funktion

Mit einer SEG B können bis zu 25 betroffene Personen der Sichtungskategorie III (leicht verletzt) innerhalb einer Stunde über vier Stunden medizinisch versorgt werden oder 50 unverletzt Betroffene kurzfristig sozial betreut werden.
Die SEG B besteht aus Komponenten der Katastrophenschutzeinsatzzüge (KatS-EZ) des Freistaates Sachsen.

Das Personal der SEG B besitzt sowohl eine sanitätsdienstliche Grundausbildung als auch eine Qualifikation im Bereich der sozialen Betreuung.
Es ist somit lageabhängig neben der medizinischen Versorgung auch zur Unterstützung psychosozialer Betreuungsmaßnahmen befähigt. Dazu zählen auch die kurzzeitige Unterbringung Betroffener, die Organisation einer Verpflegungsausgabe sowie die Versorgung mit Materialien des persönlichen Bedarfes.
Im Unterschied zu der zweistündigen Vorlaufzeit des KatS-EZ beträgt die Vorlaufzeit der SEG B 30 min ab Alarmierung.

Fahrzeuge

  • Gerätewagen Betreuung

    Der Gerätewagen Betreuung verfügt über umfangreiches Material zu Registrierung und Beschäftigung von Betroffenen, zur Einrichtung einer Notunterkunft und zur Ausstattung von Spontanhelfer*innen.

  • Mannschaftstransportwagen Betreuung

    Im Alarmfall rücken für die SEG Betreuung zwei Mannschaftstransportwagen mit aus, die bpsw. im Rahmen von Evakuierungen, Menschen befördern können.

  • Mannschaftstransportwagen Sanität

    Im Alarmfall rücken für die SEG Betreuung zwei Mannschaftstransportwagen mit aus, die bpsw. im Rahmen von Evakuierungen, Menschen befördern können.

  • Geräteanhänger Betreuung 50

    Der Geräteanhänger Betreuung 50 ist eine Radebeuler Besonderheit.
    In dem Anhänger sind Feldbetten, Decken und sonstiges Material untergebracht um in einem Erstangriff bis zu 50 Personen kurzfristig unterbringen zu können.
    Dies kann z.B. nach dem Brand eines größeren Wohngebäudes erforderlich sein.

Besetzung

1 Gruppenführer*in

11 Fachdiensthelfer*innen

0/0/1/11/12

Aufgaben einer SEG B

  • Behandlung von 25 Patient*innen der Sichtungskategorie III pro Stunde über 4 Stunden oder Betreuung von 50 Betroffenen oder Einsatzkräften über den Einsatzzeitraum
  • Unterstützung psychosozialer Betreuungsmaßnahmen der Betroffenen
  • Versorgung der Betroffenen mit Hygieneartikeln, Einmalbekleidung sowie Utensilien des dringlichen persönlichen Bedarfes
  • Unterstützung einer SEG Versorgung/ Logistik
  • Sicherstellung der Kommunikation mit der übergeordneten Führungsstelle und unterstellten Einheiten
  • Erkundung und Beurteilung der Lage im Einsatzbereich
  • Ggf. Übernahme einer (Unter-)Abschnittsleitung
  • Sicherstellung der Registrierung der erkrankten und betroffenen Personen sowie der Einsatzkräfte
  • Veranlassung der Einsatznachbereitung (organisatorisch, administrativ und psychisch)

Einsatzbeispiel des Betreuungsdienstes

Donnerstag den 03. März 2016 - um 00:34 Uhr schrillen die Alarmmelder der
Schnelleinsatzgruppe des DRK Kreisverband Dresden-Land e. V.

Insgesamt 15 Kameradinnen und Kameraden eilen zu einem größeren Wohnhaus. Das Gebäude steht in Brand. Dichter Qualm umhüllt die arbeitenden Feuerwehrkräfte.
Davor: Menschen in der Eiseskälte, teilweise barfuß im Schlafanzug, die nur mit einer Decke bekleidet auf der Straße ausharren müssen.
Die Bewohner des Hauses konnten in der höchsten Not nichts mitnehmen, was Ihnen nun als Kälteschutz dienen könnte.

Zum Glück treffen die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des DRK Betreuungsdienstes schnell ein!
Sie versorgen kleinere Schnittwunden, bauen ein Wärmezelt für die Hausbewohner auf, sorgen für warme Getränke und fangen die Betroffenen psychisch auf.
Und so kann den Bewohnern in diesen schrecklichen Minuten wenigstens ein bisschen Leid in dieser schlimmen Nacht genommen werden.