Im Zeichen der Menschlichkeit durch Sachsen
Der jährliche Fackellauf quer durch Deutschland verbindet Rotkreuz-Verbände. In diesem Jahr haben wir mit dem Fackellauf nach Doberschau einer nahezu vergessenen Heldin der humanitären Hilfe gedacht.
Jedes Jahr machen sich Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler auf, über Gemeinschaften, Verbände und Wirkungskreise hinweg die Fackel der Menschlichkeit weiterzugeben. Diese Fiaccolata endet schließlich Juni jedes Jahres in Italien beim gemeinsamen Fackelmarsch von Solferino nach Castiglione. Hier erinnern Angehörige der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung aus der ganzen Welt an die Anfänge und die Grundsätze der Bewegung.
Mit unserem Beitrag haben wir in diesem Jahr einer ganz besonderen Frau gedacht: Marie Simon, geboren in Doberschau, setzte sich auf den Schlachtfeldern von Böhmen 1866 und später in Frankreich 1870/71 für Verwundete ein. Ganz unabhängig von der Nationalität, allein nach dem Maß der Not. Später professionalisierte sie die Pflegeausbildung und gründete in Dresden eine eigene Heilstätte. Doch so bekannt sie zu Lebzeiten war - nach ihrem Tod gerieht sie für fast 150 Jahre in Vergessenheit.
Mit unserem Fackellauf vom Schönfelder Hochland im Dresdner Nordosten nach Doberschau bei Bautzen wollten wir gleichzeitig an Marie Simon erinnern und ein Schlaglicht auf die Arbeit der vielen Haupt- und Ehrenamtlichen im DRK legen. Über knapp 50 km trug unser Fackelläufer das Licht der Menschlichkeit durch Sachsen an den Ort, an dem eine der Ersten, die sich im Zeichen des Roten Kreuzes engagierten, geboren wurde. Nach knapp 9,5 Stunden Fußmarsch übergaben wir die Fackel an die Vertreter des DRK Kreisverbandes Bautzen. Wir wünschen ihr gute Reise und noch viele spannende Einblicke in die Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes.
Begleitet wurde unser Fackelträger von einem Team des Mitteldeutschen Rundfunks: https://www.mdr.de/video/mdr-videos/c/video-993900.html